Unseren aktuellen Jahresbericht für das Jahr 2025 finden Sie im PDF-Format in der Rubrik „Jahresrückblicke“ auf dieser Webseite.
Jüdisches Leben 81 Jahre nach Auschwitz: Bedroht, bewacht, bewahrt?
Podiumsdiskussion über den aktuellen Antisemitismus und dessen Auswirkungen auf jüdisches Leben in Deutschland
Veranstaltung anlässlich des Holocaustgedenktages
Grußworte:
Oberbürgermeister Alexander Kalouti
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Teilnehmende sind:
Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für Jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen den Antisemitismus
Zwi Rappoport, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Dortmund
Hanna Pustilnik, Vorstand des Jüdischen Studierendenverbandes NRW
Moderation: Jörg Rensmann, Politikwissenschaftler und Leiter der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Nordrhein-Westfalen
Musikalische Begleitung: Dortmund Musik
Veranstaltungsmoderation: Dr. Markus Günnewig, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
In Kooperation: Volkshochschule Dortmund, Auslandsgesellschaft.de e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, ADIRA – Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus
Datum: 27.01.2026
Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr
Eintritt frei
Anmeldung per Mail erbeten an info@auslandsgesellschaft.de oder über die Homepage der Auslandsgesellschaft: https://auslandsgesellschaft.de/veranstaltungen/juedisches-leben-81-jahre-nach-auschwitz-bedroht-bewacht-bewahrt-podiumsdiskussion-ueber-den-aktuellen-antisemitismus-und-dessen-auswirkungen-auf-juedisches-leben-in-deutschland/
Veranstaltungsort:
Rathaus Dortmund
Am Friedensplatz 1
44135 Dortmund
Nachruf Gabriele Winterberg
Gabriele Winterberg ist am 16. August 2025 im Alter von 75 Jahren in Stockelsdorf bei Lübeck verstorben. Sie war die Tochter des Edelweißpiraten Kurt Piehl (1928-2001), der ebenfalls in Stockelsdorf seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Kurt Piehl war wohl neben Rudi Grützner der bekannteste Dortmunder Edelweißpirat, der die Verfolgungen überlebt hat und sich auch getraut hat, seine Erfahrungen im Widerstand gegen die Nationalsozialisten durch Buchveröffentlichungen in der Nachkriegszeit öffentlich gemacht zu haben. Gabriele Winterberg war seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 1997 förderndes Mitglied. Wir bedanken uns für ihre Verbundenheit in all den Jahren und werden sie – wie ihren Vater Kurt Piehl – in dankbarer Erinnerung behalten.
Sonderveröffentlichung 100 Jahre Westfalenhalle in den RN vom 29.11.25 – Leserbrief des Fördervereins
Mit Stolz wird auf die große Vergangenheit zurück und voller Zuversicht nach vorn auf eine erfolgreiche Zukunft geblickt. In der Tat steht die Westfalenhalle für ein besonderes Stück Zeitgeschichte unserer Stadt. Bedauerlicherweise hat die umfassende Jubiläumsausgabe die Zeit des Stammlagers 1939 bis 1945 mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ausgeklammert. Etwa 70.000 (!) Menschen waren in dieser Zeit ab 1939 in der Westfalenhalle und dann ab 1941 in umliegenden Barackenlagern interniert. Neben vorwiegend aus der Sowjetunion stammenden Kriegsgefangenen und zur Zwangsarbeit Deportieren waren auch viele aus Polen, Belgien, Frankreich, Jugoslawien und anfangs auch aus Italien im sog. Stalag VI D menschenunwürdig und menschenverachtend untergebracht. Viele von ihnen starben infolge von Willkürakten, Krankheit, Unterernährung und bei Bombenangriffen, denen sie schutzlos ausgeliefert waren. In der 100jährigen Geschichte der Westfalenhalle sind diese Jahre ihre unrühmlichste Vergangenheit, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Die Zukunft, auch die der Westfalenhalle, braucht Erinnerung. Da reicht ein Gedenkstein nicht aus. Und so hoffen wir, dass in oder an den heutigen Westfalenhallen ein besonderer Erinnerungsort geschaffen wir, der der Bedeutung des damaligen Stammlagers angemessen ist und in die Chronik der Westfalenhalle aufgenommen wird.
Georg Deventer
Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V.

Baracken des Stalag (Foto: Förderverein)
Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht und antisemitischer Gewalt am 10. November 2025 in Dortmund-Dorstfeld
In diesem Jahr jähren sich die nationalsozialistischen „Novemberpogrome“ zum 87. Mal. Daher findet am jüdischen Mahnmal um 15:00 Uhr eine Gedenkstunde statt, bereits um 14:00 Uhr beginnt das Begleitprogramm von Dortmunder Schulen und Organisationen auf dem Wilhelmplatz. Veranstalter: QUINDO e.V., weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Flyer:

Veranstaltung im Fritz Bauer Forum, Bochum, anlässlich des Auschwitzprozesses 1963 – 1965
Am Dienstag, dem 25. November 2025, veranstaltet das Fritz Bauer Forum in Bochum – in Kooperation mit dem Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales
Rombergparkkomitee e.V. – eine Gedenk- und Mahnveranstaltung zum Jahrestag des Auschwitzprozesses vor 60 Jahren.
Beginn: 18:00 Uhr, Eintritt frei
Ort: Feldmark 107 in Bochum, am Rande des Hauptfriedhofes Bochum gelegen
In einer kleinen Ausstellung (vom 25.11. bis 09.12.2025) werden einige Bilder von Walter Liggesmeyer aus dessen Auschwitz-Zyklus „Mein Kind trägt Locken“ gezeigt. Die Bochumer Schauspielerin Karin Moog zitiert Gedichte aus diesem bildnerischen und literarischen Zyklus, der von Walter Liggesmeyer (1938-2017) nach seinem Besuch in Auschwitz im Jahre 1989 geschaffen wurde. Die Gründerin und Leiterin des Fritz Bauer Forum, Dr. Irmtrud Wojak, wird in das Thema historisch einführen.
Georg Deventer, Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Intern. Rombergparkkomitee und Nachlassverwalter von Walter Liggesmeyer, wird über dessen Leben und Werk einen kurzen Einblick geben.
Im Mittelpunkt steht jedoch ein Referat des Berliner Autors, Kurators und Journalisten Alwin Meyer stehen über „die Kinder von Auschwitz“. Alwin Meyer hat ein Leben lang weltweit nach überlebenden Kindern von Auschwitz geforscht und ihre Biographien umfassend veröffentlicht, z.B. in seinem im Steidl-Verlag erschienenen Hauptwerk „Die Kinder von Auschwitz – Vergiss Deinen Namen nicht“. Hierzu hatte die Stadt Dortmund und der Förderverein in den letzten Jahren schon Ausstellungen und Zeitzeugen-Veranstaltungen mit überlebenden Kindern von Auschwitz in Dortmund durchgeführt.
Solidaritätskundgebung des „Netzwerks zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund“ am 9.10.2025
Gemeinsam gegen Antisemitismus – Wir erinnern an die Opfer der antisemitischen Gewalt in Israel und Halle – Stellungnahme des Fördervereins
Im Oktober jähren sich der rassistische und antisemitische Anschlag in Halle vom 9. Oktober 2019 sowie der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Wir als Förderverein Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. sind Mitglied im Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie nachfolgend:
Datum: Donnerstag, 09.10.2025
Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Reinoldikirche
Ostenhellweg 2
44135 Dortmund
Bitte beachten Sie auch die Stellungnahme des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Intern. Rombergparkkomitee e.V.:
Wenn es heißt, dass wir uns wünschen, dass die Menschen in Israel und Gaza friedlich leben können und nicht mehr unter der Gewaltherrschaft der Hamas und den Folgen des Terror leiden müssen, sollte auch die palästinensische Bevölkerung auch nicht mehr unter den ungeheuren Vergeltungs- und Vernichtungsschlägen des israelischen Militärs im Gazagebiet leiden müssen. Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für die Sicherheit Israels und das Existenzrecht des jüdischen Staates, aber eben auch für die Einhaltung des Völkerrechts und den Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung. Wir müssen die Einhaltung des humanitären Völkerrechts einfordern und uns vieler Staaten anschließen, dass der Krieg im ersten Schritt über einen sofortigen Waffenstillstand beendet wird. Dazu gehört auch der sofortige Stopp von Waffenlieferungen, die von Israel völkerrechtswidrig in Gaza eingesetzt werden. Die Besatzung und die fortgesetzte Missachtung grundlegender Menschenrechte durch die jetzige israelische Regierung muss beendet werden. Das Aushungern, das Töten, die schrittweise Umsetzung zur Zwangsumsiedlung ist nicht zu rechtfertigen.
Gerade in diesen Tagen gibt es genug Gründe, für echten Frieden zu demonstrieren. Ob im Nahostkonflikt oder im Ukrainekrieg: Wer im Rahmen von Friedenskundgebungen die Aggressoren nicht benennt und die Angegriffenen noch belehrt, propagiert nicht Frieden, sondern Kapitulation. Eine Friedensbewegung darf sich nicht vor den Karren des Kremls spannen und muss es schaffen, die israelische Kriegs- und Besatzungspolitik zu verurteilen, ohne das Existenszrecht Israels in Zweifel zu ziehen.
Das Leid der Menschen ist unteilbar.
Georg Deventer / im September 2025
Einladung zur Veranstaltung am Antikriegstag, 1. September 2025
Wir laden herzlich zur Veranstaltung ein. Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. ist seit Jahren Mitveranstalter des vom Deutschen Gewerkschaftsbund durchgeführten Antikriegstages.
Der Antikriegstag am 1. September, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939 und damit der Beginn des 2. Weltkrieges, ist für uns Anlass, der Opfer aller Kriege und des Nationalsozialismus zu gedenken. In der Vergangenheit haben wir die Veranstaltung an der Steinwache durchgeführt, dies wollen wir in diesem Jahr ändern und den Alten Markt mitten in der City nutzen, um mehr und vor allem auch jüngere Menschen anzusprechen, sich mit den Aspekten von Krieg und Frieden an diesem Tag auseinanderzusetzen. Wir wollen dazu bunt und kreativ werden, Geschichte lebendig werden lassen, Musik und vieles mehr auf die Bühne bringen.
Der DGB-Stadtverband Dortmund führt dazu in Kooperation mit der DGB-Jugend, dem Jugendring, den Falken, slado eV., dem VMDO eV. und dem Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Romberpark-Komitee e.V. die Antikriegstagveranstaltung am 1. September 2025 in der Zeit von 16 bis 19 Uhr auf dem Alten Markt in der Dortmunder City durch. Die Präsentation der Ergebnisse vom Tag, Interviews, Reden und Kulturbeiträge gibt es dann auf der Bühne ab 18 Uhr. Beachten Sie bitte auch den nachfolgenden Flyer:

Veranstaltungen des Stadtarchivs zur Steinwache im 2. Halbjahr 2025
Die Mahn- und Gedenkstätte ist seit Juni 2025 für den Um- und Ausbau geschlossen.
Es finden weiterhin öffentliche Stadtrundgänge und Vortragsveranstaltungen statt.
Stadtrundgänge: Dauer etwa 90 Minuten, kostenlos
- Thema : Dortmund und der Holocaust, Treffpunkt am Vorplatz der Steinwache, jeweils um 14.30 Uhr am 20.07.25 – 17.08.25 – 21.09.25 – 19.10.25 -16.11.25 – 21.12.25
- Thema: NS-Verfolgung in Dortmund, Treffpunkt vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße, jeweils um 14.30 Uhr am 06.07.25 – 03.08.25 – 07.09.25 – 5.10.25 – 02.11.25 – 07.12.25
Vortragsveranstaltungen:
Samstag, 20.09.25 um 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Märkische Straße
Volker Heise „1945 – ein Jahr zwischen Katastrophe und Neuanfang“
Freitag, 10.10.25 um 20:00 Uhr im Dortmunder U
Film „Z“ von Costa Gavras ( 8 € )
Donnerstag, 16.10.25 um 19:00 Uhr im Stadtarchiv
Wolfgang Niesch „Hitlerputsch 1923 – Geschichte eines Hochverrats“
Nähere Informationen dazu finden Sie auch im Veranstaltungskalender der Stadt Dortmund unter
Einladung zum Gedenken in Dortmund-Hombruch
Zur öffentlichen Niederlegung eines Blumengebindes und zum Gedenken laden wir herzlich ein:
Donnerstag, den 24. Juli 2025, um 17 Uhr
an der Gedenktafel in Dortmund-Hombruch, Harkortstraße, an der Sparkasse, Nähe Hombrucher Markt
Seit mehr als 20 Jahren erinnern wir jährlich an vier Hombrucher Widerstandskämpfer, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.
Am 24.07.1944 wurden Hans Grüning und Wilhelm Knöchel im Zuchthausin Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet. Fritz Husemann wurde schon am 15.04.1935 im Konzentrationslager Esterwegen ermordet. Der Priester Wilhelm Oberhaus starb am 20.09.1942 in Dachau an Hunger und einer nicht behandelten Krankheit.
In diesen Zeiten blutiger Verwirrung ist es umso wichtiger, an diese Widerstandskämpfer zu erinnern, die sich mutig gegen die faschistische Diktatur und gegen Gewalt und Krieg eingesetzt haben und dafür ihr Leben gegeben haben.
Wir kommen an der Gedenktafel zusammen, um ein deutliches Zeichen für eine vielfältige, tolerante und demokratische Gesellschaft zu setzen.
Bürgermeister Norbert Schiilff wird das Leben der Ermordeten in Erinnerung rufen.
Wir freuen uns, Sie zu dieser offenen Gedenkveranstaltung begrüßen zu können.
Georg Deventer
Vorsitzender
Kontakt: gus.deventer@arcor.de oder Mobiltel. 0172-271 48 63
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